Arbeit, Arbeit, Arbeit

Wie sieht mein Tag aus? Zuletzt so intensiv voller Arbeit, dass ich gar nicht zum richtigen Blog schreiben komme. Ich werde jetzt auch die öfters gestellte Frage beantworten, was ich eigentlich arbeite. Mein Tagesablauf seit gestern:

  • 07:30 aufstehen und bis Mittag für meine deutschen Kunden arbeiten.
  • 12:30 ins Pressezentrum Olympiapark
  • 20.00 Eröffnungsfeier schauen. Bei der deutschen Mannschaft als einziger Jubeln. Mit dem Deutschen Mario, der einen daraufhin ansprach, in den Bus setzen, um Heim zu fahren. Mit den neu kennengelernten Brasilianern aus dem Bus ins Ausgehviertel von Barra.
  • Da war alles noch propper
  • Da war alles noch propperDie letzten von 44 Flaschen 0,7-er Bier

Die letzten von 44 Flaschen 0,7-er Bier

  • Um 4:00 Uhr (morgens) Bus anhalten, Mario fährt ab, ich gehe bzw. fahre nach Hause auf die Insel .  In der Fähre neue Leute kennengelernt und noch ein Bier getrunken. Sie setzen mich in andere Fähre.
  • 4:45 ins Bett.
  • 12:00 Aufstehen.
  • 12:30 dem Weg zur Fähre zufällig die Leute von 4:00 getroffen. Gefrühstückt. Dann zur Arbeit.
  • 20.00 Arbeit fertig
  • 21:15 In der Fähre zufällig meine Vermieterin Roberta mit Freunden getroffen. Pizza essen und Biertrinken bei Forro-Tanz.
  • 00:0 Gott sei Dank sind einige Teilnehmer frühzeitig betrunken. Ich darf ins Bett.
Auf der Insel mit meinen Nachbarn

Auf der Insel mit meinen Nachbarn

Bei so viel Maloche kein Wunder, dass die Zeit knapp ist! A propo Zeit: Meine Arbeitsmittel entsprechen einer kleinen Zeitreise: Ausgedruckte Listen und Kritzel-Zettelchen sind mein Revier. Für Lehrer wie Matritzen pausieren. Ich sitze am Kommunikations-Infotisch und beantworte allerlei Fragen. Wieviele Journalisten arbeiten hier (25.000), wie nachhaltig sind die Bauten , ob das Wasser sauber ist. Außerdem nehme ich die Interviewanfragen an und versuche die zu realisieren. Es ist eigentlich wie auf einer Messe, Journalisten aus aller Welt mit allen persönlichen und kulturellen Eigenarten. Aber die zwei meist gestellten Fragen sind immer gleich: Wo ist das Klo? Und vor allem: Wie komme ich ins Wifi?

 

Fluch oder Segen

Als ich gestern beim Olympischen Fußballspiel den brasilianischen Spieler vor dem Spiel auf den Knien gen Himmel flehen sah – da war klar, das wird nix. Gott hat bessere Dinge zu tun und außerdem könnte der Herr Ballakrobat zum Beten in die römisch-katholische Kathedrale Metropolitana (auch Catedral de São Sebastião do Rio de Janeiro). Die ist mit Fertigstellung Ende der 70-er recht jung und fast so schön wie ein Fußballfeld. Sie ist dem Rio-Stadtpatron San Sebastian geweiht und der Erzbischof von Rio sitzt drinnen. Die Kirche ist einer Maya-Pyramide nachempfunden. Manche sagen auch einem Vulkan, das Gotteshaus spuckt nach Schluss der Messe maximale 20000 stehende Gläubige wieder aus. Den Kirchturm hatten sie wohl vergessen und haben ihn dann nebendran gebaut, das vermute ich. Diese Schusseligkeit merkt man jetzt fast gar nicht.

ingoamericano Rio Kathedrale 1

Architekt ist Edgar de Oliveira da Fonseca, nicht Niemeyer. Über den Architekten finde ich rein gar keine Info, er hat auch keine Wikipedia-Seite. Ich meine, jeder Realitysoap-Darsteller von RTL2 hat einen Lexikoneintrag! Was ist das für eine verkehrte Welt?

Schmucklos und doch ergreifend wie ein gotischer Dom ist das Bauwerk. Und düster wie eine Geisterbahn. Dabei sind die bunten Fenster 64 Meter hoch und den freibaumelnden Jesus werde ich so schnell nicht vergessen. Krass. Schön. Findet nicht jeder.

P1080367

ingoamericano Rio Kathedrale 3

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Intellektuelle Vorbereitung auf die Eröffnungsfeier

Vermutlich werden einige von Euch die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele sehen. Einer von drei Kreativdirektoren der Aufführung ist Fernando Meirelles (60). Das ist der Regisseur von „City of God“, diesem in allen Belangen mitreißendem Favela-Drama. Ein sehr kluger Mann und den Film muss Mann/Frau auch gesehen haben. Ich habe mal aus einem Interview, das mir vorliegt, drei Fragen bzw. Antworten übersetzt. Recht wörtlich und nach bestem Gewissen. ich umrahmen das mal mit zwei meiner Rio-Lieblingsbilder. Ich finde, die passen gut zu den Aussagen im Interview.

ingoamericano Rio Hafen 1 kl

Welchen Effekt erhoffen Sie sich von der Eröffnungsfeier?

Meirelles: „Ich hoffe, dass die Eröffnungsfeier wie eine Droge für die Krise in Brasilien wirken wird. Brasilianer können auf die Feier schauen und sagen: Wir sind coole Leute, wir haben verschiedene Ethnien, wir leben zusammen, wir haben nie einen Krieg angefangen, wir sind friedlich, wir wissen, wie man das Leben genießt und wir neigen zur Fröhlichkeit.

Ich bin übrigens auf Hasstiraden vorbereitet –die Leute sagen, die Internetreaktion ist schrecklich.“

Wie wird sich die Feier von vorherigen unterscheiden?

„Die Länder sprechen immer über sich selbst, ihre Rolle in der Welt und warum sie das Zentrum des Universums sind. Wie Athen: die westliche Kultur kam von hier, und Peking: wir haben das Papier und den Kompass erfunden. London: die industrielle Revolution und die Internet-Revolution. Das hat alles den Tenor: „Hallo Welt, das bin ich, ich, ich.“

Wir haben uns entschieden, es andersherum zu machen. Wir sprechen über „uns“, wie wir uns von nun an verhalten sollten, nicht nur Brasilien, die ganze Menschheit. Die anderen Länder haben über ihre Vergangenheit gesprochen, wir sprechen über die Zukunft.“

Das Maracana als Ikone aller Fußballstadien, aber nicht auf derartige Shows ausgelegt, bringt dabei besondere Herausforderungen mit sich, wie der Regisseur erklärt.

„Das Maracana hat ein großes Problem, es gibt keinen Eingang. Es gibt eine Tür, die nicht groß ist, und vier kleine Türen. Wenn also etwas Großes ins Stadion soll, dann geht das nicht. Wir können nichts mit Maschinen machen, deshalb machen wir alles am Boden.

Und dann passiert etwas im Innenraum, das ist beendet und es gilt 3000 Tänzer raus- und 12000 Sportler reinzubringen. Durch die gleiche Tür. Das ist unmöglich. Den ganzen kreativen Prozess über beschäftigte uns, wie wir Leute rein und raus bekommen und den Platz belegen.

ingoamericano Rio Hafen 2 kl

Letzter Halt: Olympiapark

Ich zeige Euch jetzt einfach mal, wo der Olympiapark in Rio ist, im Stadteil Barra der ewig groß ist. Rio ist ja unendlich lang und von Bergen durchbrochen. Von meiner ersten Bleibe in Leblon bis zum Olympiapark brauchte ich ca. 1,5 Stunden. Jetzt wohne ich näher. Weil ich mich aber versehentlich auf einer Insel einquartiert habe, brauche ich immer noch 1,5 Stunden.  Nur, um die Entfernungen einzuschätzen. Am Montag war ich einer der ersten Gäste der neuen U-Bahn und ich wurde gleich wieder vom Fernsehen interviewt. Jetzt geht es von Copacaba/Leblon deutlich schneller nach Barra. Darauf wartete man hier lange, die Busse mussten immer um einen Riesenberg rumfahren.

Karte Olympiapark

Das ist alles nicht so einfach mit dem Bauen, weil auf der einen Seite Meer ist, auf der anderen Seite Berge, alles bewaldet mit Wurzeln und die Korruption wuchert vermutlich ebenso. Zumindest früher. Nun ja, in Barra gabs vor 25 Jahren noch gar nichts, jetzt ist es etwas Boomtown. Von meiner Haltestelle bis zum Olympiapark fährt ein Schnellbus an gefühlten 97 Einkaufszentren vorbei. Dabei fällt mir ein Ami, den sich heute morgen im Bus beschwerte, dass es im Einkaufszentrum hier genauso aussieht wie in den USA und als er im Foodcourt Hamburger gegessen hat, fühlte er sich daheim. Das wäre ja furchtbar, er wollte doch eine andere Kultur und lokales Essen genießen. Als ob er dahin verschleppt wurde. Hohler als mein Zahn, manche Leute.

Ach so, die Olympiastätten. Vom Busterminal Olympiapark aus gesehen. Das ist nicht fertig geworden, wie man sieht. Eigentlich scheint sowieso ein guter Teil der verschönernden Bauvorhaben nicht fertig geworden zu sein, abgesehen von den Sportstätten und dazugehörenden Einrichtungen. Die Innenstadt eine Baustelle, aber das wird schon noch. Also, nach den Spielen.

Blick, wenn ich vom Busterminal runter gehe Richtung Olympiapark

Blick, wenn ich vom Busterminal runter gehe Richtung Olympiapark

 

Gaanz Links: Stadion Wasserspringen, daneben (weiß) Basketball, daneben Velodrom Radfahren, hinter dem Bus Tennis Center Court, gaanz rechts mein Pressecenter-Turm

Rio Olympiapark 2

Hinter dem Radstadion sind dann noch vier Hallen für Turnen, Ringen, Handball etc

Rio Olympiapark 3

Das schöne Tennisstadion

Tennis Center Court

Tennis Center Court

 

Pressecenter mit Turm, rechts das flache Fernsehzentrum

Pressecenter mit Turm, flach daneben das Fernsehzentrum; vermutlich kommen da auch ein guter Teil der deutschen Studioübertragungen her

Pressecenter mit Turm, flach daneben das Fernsehzentrum; vermutlich kommen da auch ein guter Teil der deutschen Studioübertragungen her

Ganz in Gelb: Immer perfekt gekleidet

Diese sportlich-frech-elegante Kombination „Olympischer Kanarienvogel“ bringt die Sonne in Ihr Haus und Herz. Die kombi-starke Blousonjacke lässt kugelrunde Bäuche verschwinden und trägt Bohnenstangen auf. Sie passt perfekt über das lässige Shirt mit frechem Zipper, dessen Muster einem fröhlich plappernden Papagei nachempfunden ist. Das olivfarbene Beinkleid schmiegt sich ähnlich einer Schlupfhose jedem Wanst an. Sie macht darüber hinaus ein schlankes Bein, die getarnte Cellulite schiebt es am Hintern wieder raus. Gewagt und doch praktisch: Für mehr Beinfreiheit ist die Hose, edel mit geripptem Saum verarbeitet, zum Bermuda umfunktionierbar. Unendlich praktisch: die am Bund hervorragend eingearbeitete Münztasche. Die bequemen Schuhe im launig-rasanten Grün runden das gelungene Ensemble ab.

Nachhaltigkeit: Nach den Olympischen Spielen werden Sie beim nächsten Kuraufenthalt in dieser jugendlichen Kombi den Speisesaal rocken und Kurschatten locken.

Kein Scherz: Die Kleidung ist super bequem und ich mag die Klamotten. Mit dem Gelb habe ich mich arrangiert.

Kein Scherz: Die Kleidung ist super bequem und ich mag die Klamotten. Mit dem Gelb habe ich mich arrangiert.

 

Das Team Communication

Das Team Communication

Akkreditierungs-Samba

Heute ist der große Tag: Ich verwandel mich ohne Mauser in einen Kanarienvogel. Die Akkreditierung Einkleidung der Olympiauniform steht an. Ich kriege die Anreise mit Bus und Bahn ganz gut hin und stehe orientierungslos am Hauptbahnhof in Rio. Breite namenslose Straßen und Kreisverkehre, mein Geist findet keinen Anhaltspunkt. Ich steige über die Menschen und sehe das Schild Sambadrom. Ach super, da ist die Akkreditierung. Im Sambadrom kann man nichts mit mir anfangen. Ich habe Sambadrom und Sambastadt verwechselt. Es muss also doch ein Taxi herhalten. In der Sambastadt läufts super, fix akkreditiert und Kleidung anprobiert. Die ist gelb-orange und steht gebräunten Brasilianern hervorragend. Westliche Europäer sehen eher aus wie Brie-Käse nach zwei Wochen im Kühlschrank. Dachte ich – nach den ersten Fotos habe ich mich in mich selbst verliebt. Der Selfiestick mein drittes Bein.

Die Cidade do Samba (Sambastadt) sind quasi die Sambagaragen der diversen Schulen. Jede scheint hier eine eigene Halle zu haben, in der die Wagen und prächtigen Karnevalaufbauten gepflegt und entworfen werden. Was davon bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele zum Einsatz kommt, werde ich nicht erfahren. Ich kann nicht zur eingeladenen Generalprobe, weil ich arbeiten muss. Dann müssen halt andere die IOC-Mitglieder doubeln.

Die Uniform gibts dann morgen zu sehen. Man muss sich ja interessant machen.

Mein liebestes Maskotzchen

Auf dieses Foto habe ich in der Rio-Gruppe gut 650 Likes auf Facebook bekommen. Böse Zungen behaupten, das läge an diesen beiden gelben Milbenfängern. Wie der Neid die Menschen gehässig macht! Das gelbe Maskotzchen nennt sich Vicinus und es soll Menschen geben, die kaufen den für 40 Euro im Olympia Mega Superstore. Nun bin ich mit meinen englischen Freunden Tom und Rachel in dieses Merchandising-Paradies an der Copacabana. Natürlich wurde ich gleich wieder für eine Zeitung aus Sao Paulo interviewt. Warum ich nach Rio gekommen bin? Na, wegen dem Superstore natürlich und dem süßen Kuschel-Maskotzchen!

Einer süér als der andere: Ich mit Maskotzchen Vicinus

Einer süßér als der andere: Ich mit Maskotzchen Vicinus

Ich wäre im Laden in fünf Minuten durchgewesen, wenn ich hätte überhaupt was kaufen wollen. England war das leider nicht. Anderthalb Stunden verlorene Lebenszeit in diesem Merchandising-Wahnsinn. Und kaum hatte ich für England bezahlt -die nehmen nur bar und VISA, da Hauptsponsor-  und wir waren aus dem Höllentor ausgetreten drehte sich England auf dem Absatz um und es gering zurück zum Umtauschen.

Ach so: Wem ich etwas mitbringen soll. Gegen eine geringe Servicefee von VB 20 % mache ich das gerne. Wunderschöne nützliche Produkte höchster Güte! Erwähnte ich das bereits? Ihr werdet Sie lieben! Ach was sag ich, ist Olympia: Ich verlange heute nur 25 % Servicefee.

Merch ingoamericano 1 kl

Morro Dois Irmaos: Nebulöse Aussichten in Rio

Während normale Leute am ersten Tag in Rio wahrscheinlich den Zuckerhut hinaufgondeln oder sich an die Copacabana legen, muss ich meine Wanderschuhe anziehen. Hatte gar nicht mit deren so schnellen Einsatz gerechnet. Aber ich mag meine Freunde ja, weil sie nicht normal und immer neugierig auf Neues sind. Es geht für uns drei auf die Bergkuppeln „Dois Irmaos“ („Zwei Brüder“, 533m). Morgens um kurz nach 8 Uhr stehen wir unten vor der Favela Vidigal und lassen uns vom VW-Bus den Berg hochbringen. Oben aussteigen und den „Einstieg in den Berg“ finden, man muss hinter Häusern einer Mauer folgen. Man weist uns freundlich den Weg. Der Aufstieg ist machbar und um halb 10 haben wir zunächst den Blick über die ersten Hochhäuser Barras und die Favela Rocinha.

Rocinha

Rocinha

Rocinha 2011

Kurze Zeit später gibt es die Aussicht über das leicht wolkenverhangene Rio von den Stränden Leblons und Ipanemas über die versteckte Copacabana bis zum Zuckerhut. Durch den Nebel wirkt alles sehr mysteriös und so fühle ich mich auch. Ein kleines Fotoshooting wird absolviert, viel los ist oben nicht, zeitweise sind wir nur zur viert. Ein sehr freundlicher brasilianischer Fotograf ist auf der Bergkuppe in Action, erklärt uns die Umgebung und es ist amüsant. Er ist zudem Schauspieler, doch wenn man in Brasilien keine Telenovelas spielen möchte, ist das Arbeitsfeld vermutlich eingeschränkt. Um 12 Uhr ist der morgendliche Spuk vorbei und es geht wieder abwärts. Es hörte sich beim verfluchten Aufstieg nicht immer so an, aber ich bereue nichts.

Ich denke, das sind die ersten Hochhäuser von Barra

Ich denke, das sind die ersten Hochhäuser von Barra

Blick aufs Meer und einige kleine Inseln vor Rio

Blick aufs Meer und einige kleine Inseln vor Rio

ingoamericano rio dois hermanos 2 kl

Fünf Fäuste für Rio

Fünf Fäuste für Rio

Fünf Fäuste für Rio

Nach dem Strand- und Inselvorgeplänkel geht’s jetzt richtig los.

„Schlagkräftige Draufgänger, Jetset-Leben, rufschädigendes Verhalten“ sind die Schlagworte des Films. Ich werde also „den Pony auf Süden stellen!“ und mein bestes geben und nacheifern. Kräfte sammel ich im Apartment in Leblon, das sauber und zweckmäßig ist. Die erste Nacht verbrachte ich bei meinen englischen Freunden eine Straße weiter. Der eine oder andere mag sich erinnern: Meine Paraguay-Reisepartner. Es ist toll, sie wiederzusehen und irgendwie auch schräg.

Das erste und einzige Mal war ich vor 5 Jahren in Rio. Es waren wilde Partys. Vermutlich kommt deshalb die Erinnerung an die Umgebung eher langsam hoch. Ich freue mich auf etwas Freizeit und schöne Arbeit! Wie die aussehen wird? Ich weiß es immer noch nicht – „Guten Tag, die Toiletten finden Sie rechts geradeaus. Einen schönen Tag wünsche ich“.

Auf Reisen

Käfer klein rosa

Es geht von Paraty nach Rio de Janeiro. Nicht mit einem der vielen VW Käfer hier, mit dem Bus..

Wahrscheinlich übergebe ich mich gerade wieder in Serpentinenstraße an der Küste.

Die tolle Ausblicke bietet, mir aber nur den Weg zur Kotztüte weist.

Für die Bildung: VW ist traditionell stark in Brasilien. Hier sind nach Deutschland und China die meisten Vertretungen und 5 Fabriken. Der Käfer heißt übrigens entsprechend „Fucal“. Momentan läufts für VW nicht so rund, das Schlachtschiff „Gol“, ungefähr ein Polo, hat Schieflage und bietet wenig Neues. Dabei sind die brasilianischen Ingenieure durchaus innovativ: So war der Gol das erste Modell mit Flexfuel-Antrieb, der sowohl Benzin als auch aus Zuckerrohr gewonnenen Ethanol verträgt.

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/volkswagen-als-groesster-verlierer-der-brasilien-krise-a-1072831.html

Bulli Klein