Red Fort: roter Stolz

Nach Dehli zu kommen ist einfach. Ein bequemer Flug von München. Das aufregendste war die ausgefallene Münchner U- und S-Bahn und damit verbunden zeitliche Ängste. Die Immigration am Flughafen sehr schnell und freundlich, das kenne ich aus anderen Ländern anders.

Empfang des Red Fort

Gleich mal in die kulturellen Vollen: Die alte riesige Festungsanlage Red Fort ist so wie eine Alhambra auf Indisch. Zwischen 1639 und 1648 im Mogulreich erbaut. Kein Wunder also, das fast alle Gebäude mehr oder weniger kaputt sind und man fast nichts betreten darf. Aber die Geschichte ist bewegt, auch der Britische König Georg V. nebst Gattin residierte nach seiner Proklamation zum Kaiser von Indien 1911 mit Gattin Maria im Roten Fort. Da wird einem die ganze Kolonial-Absurdität doch mal richtig vor Augen geführt. Also nicht falsch verstehen: Dass man hier so gut in Englisch kommunizieren kann, finde ich schon sehr prima.

in der Anlage des Red Fort

„Man kann da nur schauen, da gibt’s nichts zu tun“, stellte ein wachender Polizist treffend fest, mit ich mich lange unterhielt. Einige Museen gibt es wahrheitsgemäß schon auf dem Gelände: zum Unabhängigkeitskampf und den Kriegserfolgen von Indien. Wusste gar nicht, dass die in den Weltkriegen so aktiv und immens erfolgreich waren. Die Engländer kommen dabei so gut weg wie es sonst den Deutschen vorbehalten ist. Ein Museum für indische Satirezeichnungen und Malerei gibt es auch. Das war in der Tat ganz nett, da war ich allerdings schon leicht dehydriert und habe nur noch bunte Kreise gesehen und versucht sie zu fangen. Auf dem ganzen Areal gibt’s nämlich keine Gastronomie und keinen Kiosk. Hat vermutlich was mit Ehrerbietung zu tun?

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Indien wartet

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Es geht in Kürze los: Es sind wohl eher Straßentiger, die auf mich in Delhi warten. Nun gut, ich habe mir die wunderbaren Filme „Der Tiger von Eschnapur“ und „Das indische Grabmal“ nochmal angesehen, um bestens informiert auf Tour gehen zu können. Eine akribische Reisevorbereitung – vor allem das Auseinandersetzen mit der fernen Kultur – ist von unschätzbarem Wert.

Große Freude bereitete mir bereits das Einstudieren des Tanzes, hier eine Trainingsaufnahme. Ich über noch:

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Kurzum: Der Rucksack ist gepackt, der Geist bereit für Spiritualität und der Köper für Yoga-Krähe und Ayurverda-Kräfte. Seid gespannt – ich bin es bereits!

Bem-vindo 2019!

4_Fordlandia_Halle„Es hängt von Dir selbst ab, ob Du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.“ (Henry Ford; Foto aus Fordlandia)

Für mich selbst hoffe ich, auch 2019 wieder so schöne und spannende Orte wie Fordlandia in Brasilien besuchen zu können.

Klein-Amerikanien in Traumlandschaft

Nach einem arbeitsreichen Jahr habe ich mir das fest vorgenommen. Vamos!

Frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr!

ich hoffe, ich kann in 2018 bald wieder aus Südamerika berichten. Ich habe mich zwischenzeitlich mal etwas der Wirtschaft verdingt. Ich arbeite. Das macht Spaß und ich habe ausreichend Zeit zu überlegen, wo ich hinreisen möchte. Und der kopflose brasilianische Weihnachtsmann, den ich im April in Belterra in Amazonien erspähte, durfte auch gerade im Einsatz sein. Dann ist doch alles in Ordnung! Einen guten Start ins neue Jahr!

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Wissenswertes über Mennoniten in Argentinien

Ich finde nun alles über die Mennoniten sehr faszinierend, sie verkörpen so viel (Wanderungs)Geschichte.  Vielleicht stehe ich mit diesem Interesse etwas alleine da.  Falls nicht: Es gibt gerade einen Film in der ZDF-Mediathek (und im Link einen Interview-Artikel von Deutschlandfunk Kultur) über Mennoniten in Argentinien.

Mennoniten in Argentinien

Gerne denke ich an meinen Besuch bei den Mennoniten in Paraguay zurück. Als ich unter anderem einer blonden Grundschulklasse im Chaco auf Deutsch Rede und Antwort stehen durfte. Die Menschen, die mir dort begegneten, waren im übrigen weitaus modernere Mennoniten. Die hörten Helene Fischer.

Mennoniten in Paraguay

 

Até logo, Brasilien, oder was von der Reise übrigblieb

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Ich darf mich bei den Lesern bedanken und vorerst verabschieden von der täglichen Berichterstattung. Die von mir besuchten Orte sind in der Karte rot gekennzeichnet. Ich wollte  jetzt aber nach und nach noch ein paar Reiserouten mit Infos zusammenstellen, weil ich öfters danach gefragt werde. Unten ein paar Bilder, die besagen: Fortaleza ist durchaus lohnenswert – trotz meines gestrigen Berichtes.

Ich kann es nur jedem empfehlen, den Geist neu aufzuladen, wenn er sich von den Nachrichten überfordert fühlt wie ich. Mit einer einmonatigen Pause der Kenntnisnahme von Nachrichten, die Begriffen enthalten wie: #Merkel #Integration #Trump #Erdogan #AFD #Empörung #Skandal #EinTwitterUsermeintdazu #1FCKaiserslautern

Was bleibt? Was kommt?

Gescheiterte Pläne: Geplant war der Besuch der 3 Guyanas,  ein halbes habe ich kennengelernt.  Ziel nicht erreicht.  Das ist schade. Weil mir nun Stoff für eine neue Veröffentlichungen fehlt. Ganz ehrlich: Ich bin nicht sicher, ob ich die anderen zwei bzw. Franz. Guyana und Surinam überhaupt noch besuchen will. ich glaube, da muss ich vorher viel Kraft und Geld sammeln.

Amazonien wunderbar. Dafür dürfte ich unverhofft Amazonien genauer kennenlernen. Ein schöner Trip, die Vielfalt hatte ich so nicht erwartet. Die nettesten Menschen, umwerfende Natur,  Schifffahrten, akzeptable Preise. Ein Highlight war Fordlandia. Hätte nicht zu hoffen gewagt, dass ich es dorthin mal schaffe und mir diesen Wunsch erfüllen kann.

Brasilien. Ist weiterhin kein günstiges Urlaubsland, die Hotellerie mäßig, reisen durchaus anstrengend, ohne Portugiesisch sieht im Norden düster aus, so abseits vom Ungleich gebildeteren Rio und Sao Paulo. Was auch auffällt: Jeder halbwegs engagierte Brasilianer kotzt sich bei Dir über die Regierung aus und in jedem Erstkontakt kommt die Fußball-Blamage zur Sprache – auch nach 3 Jahren. Dass eine brasilianische Bande den aufsehenerregenden Millionenraub auf die paraguayanische Sicherheitsfirma verübt hat? -Anhand dessen perfekter Organisation kaum zu glauben.

Auf jeden Fall habe ich noch Reiseziele,  neu hinzugekommen ist Parintins, zwischen Santarem und Manaus am Amazonas gelegen.  So oft wurde mir das empfohlen, speziell zu den Feiern im Juni!

Was jetzt? In Deutschland ist Brasilien ja meist reduziert auf die Cristostatur, Beachvolleyball-wackelnde-Ärsche an der Copacababa und Schreckensmeldungen von Armut  und Gewalt. Dazwischen gibt’s wenig. Bei mir schon 🙂 auch künftig, hoffe ich. Ich muss auch zurück. Ich Dummerchen  habe versehentlich etwas viel brasilianische Real abgehoben. Die muss ich bei Zeiten wieder ausgeben.

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