Heute ist der große Tag: Ich verwandel mich ohne Mauser in einen Kanarienvogel. Die Akkreditierung Einkleidung der Olympiauniform steht an. Ich kriege die Anreise mit Bus und Bahn ganz gut hin und stehe orientierungslos am Hauptbahnhof in Rio. Breite namenslose Straßen und Kreisverkehre, mein Geist findet keinen Anhaltspunkt. Ich steige über die Menschen und sehe das Schild Sambadrom. Ach super, da ist die Akkreditierung. Im Sambadrom kann man nichts mit mir anfangen. Ich habe Sambadrom und Sambastadt verwechselt. Es muss also doch ein Taxi herhalten. In der Sambastadt läufts super, fix akkreditiert und Kleidung anprobiert. Die ist gelb-orange und steht gebräunten Brasilianern hervorragend. Westliche Europäer sehen eher aus wie Brie-Käse nach zwei Wochen im Kühlschrank. Dachte ich – nach den ersten Fotos habe ich mich in mich selbst verliebt. Der Selfiestick mein drittes Bein.

Die Cidade do Samba (Sambastadt) sind quasi die Sambagaragen der diversen Schulen. Jede scheint hier eine eigene Halle zu haben, in der die Wagen und prächtigen Karnevalaufbauten gepflegt und entworfen werden. Was davon bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele zum Einsatz kommt, werde ich nicht erfahren. Ich kann nicht zur eingeladenen Generalprobe, weil ich arbeiten muss. Dann müssen halt andere die IOC-Mitglieder doubeln.

Die Uniform gibts dann morgen zu sehen. Man muss sich ja interessant machen.

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