Rishikesh fühlen

Spiritualität in Worte fassen ist nicht einfach. Auf jeden Fall ist es in Rishikesh sehr schön. Menschen und Wasser sind die belebenden Elemente. Rings um die Stadt liegen verschiedene Wasserfälle, die eine traumhafte Erfrischung bieten. Momentan ist in Indien wohl Ende des High School Jahres und die Jugendlichen feiern – in Gruppen und lautstark und mit Fotosessions à la Top-Model.

Ganges in Rishikesh

Der Ganges sieht hier übrigens recht sauber aus, überall kann man sich Behältnisse kaufen, um etwas Flusswasser anzufüllen. Ist ja „Heiliges Wasser“. Ich fürchte dieses würde den Flug nicht übernehmen, die Kontaktlinsenflüssigkeit läuft auch oft aus. An Souvenirkauf ist leider ohnehin nicht zu denken. Die Stadt hat heute Verbindungsprobleme zu Visa, es ist kein Geld erhältlich. Ich lasse meine wirklich super Errungenschaften wie Klangschalen im Shop stehen, der Verkäufer heult und ich habe Geld gespart, was mich aber nicht glücklich macht.

Via der Pilgerstadt Haridwar geht es im Zug zurück nach Delhi.

Auf der Brücke
Hierher ans Wasser kommen um 18 Uhr die jungen Mönche
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Rishikesh: der Weg ist das Ziel

Morgendlicher Blick vom Hostel

Die Beatles waren hier in einer hochkreativen Phase, unzählige Neu-Yoga-Lehrer verbiegen sich seit Generationen zum goldenen Kranich. Und ich bin jetzt auch hier und mache eher nicht so viel. Hier, das ist in Rishikesh, einem Ort in fantastischer Schönheit am Ganges gelegen. In dem habe ich gebadet, werde also einen Ausschlag oder Glücksmomente kriegen. Das Hostel ist super und die Menschen ebenso. In jedem Land gibt es ja diese Hippieorte, Salento in Kolumbien oder Salmeipata in Bolivien. Hier ist es eben Rishikesh. Raften, Yoga, Handlesekurse oder zu Wasserfällen wandern sind so die Beschäftigungen. Sehr viele Deutsche sind da, aber auch Inder pilgern hierher. Wenn dann um 6 Uhr abends die Tempel am Ganges läuten dann erreicht die Atmosphäre ihren vorläufigen Höhepunkt, der dann in Bongo-Sessions mündet.

Es laufen auch sehr viele in orange gekleidete Menschen rum. Das sind aber keine Holländer, bin ich fast sicher. Musste ich erst rausfinden, sind eher so etwas zwischen Yoga- oder Tantralehrer und eigentlich Bettelmönche (Sadhus). Aber auch deutsche 68 er hopsen fröhlich so rum, sofern das ihre Hüfte noch zulässt. Wer mal eine Casting mit individuellen Typen machen muss, wäre hier bestens aufgehoben.