Taj Mahal: Pure Erhabenheit

„Show me your body! Move to the right, let’s make it baby.“

„Fuck off, this is my place, bloody bastard!“

So hatte sich das Großmogul Shah Jahan das sicherlich nicht vorgestellt mit der Huldigung seiner geliebten Frau, für die er die Ruhestätte Taj Mahal ab 1631 bauen ließ. Doch Influencer-Fotosessions und imperiale amerikanischen Rentnerfurien holen das Mausoleum in die gesellschaftliche Wirklichkeit.

Die Wahrheit ist auch: Der Taj Mahal im Sonnenaufgang und im Morgenlicht ist von einer wahnsinnigen Schönheit und Geschmeidigkeit. Auch das Innere des marmornen Mausoleums, ist ausnehmend elegant. Wer erinnern uns: Mogul Shah Jahan blickte vom Red Fort in Agra auf die Ruhestätte seiner Frau. Wohin sie schaute, bleibt ihr Geheimnis.

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Red Fort in Agra: Meisterwerk rot-weiß

Das Red Fort in Agra ist eine Wucht, hatte ich jetzt gar nicht so auf dem Schirm. Mogulkaiser Akbar dem Große bewies 1565 guten Geschmack und auch seine Nachfolger. Besonders Großmogul Shah Jahan, ließ er doch für seine im Kindsbett verstorbene Frau den Taj Mahal errichten. Den sieht man vom Wohnzimmer des Herrschers im Red Fort aus. In dem Anwesen erscheint einem jedes Mal, wenn man um die Ecke biegt, eine neue Welt aus Toren, Türmen und Gebäuden, gebaut aus Sandstein oder Marmor. Unglaublich schön und man sieht vor dem inneren Auge, wie der Mogul mit seinen Ministern thronte und die Konkubinen  in den Zimmern erwartungsvoll warteten. Für die wurde übrigens über die Knospe ihrer zarten Jugend hinaus gesorgt, versicherte man mir.