Leh: Daunenjacke und Katzenwäsche

Leh, was warst Du schön.Leh, was warst Du kalt. Nicht menschlich, so metereologisch nachts.Kein fließend Wasser, kein warmes Wasser, keine Heizung bei minus 15 Grad: den Schritt so nah ans echte Leben hatte ich gar nicht eingeplant. Beeindruckend (lang): die gut vierstündige buddhistische Zeremonie mit den Freunden meiner Vermieter. Die unfassbar freundlich waren.Bewundernswert, wie die Menschen ihr nicht einfaches Leben scheinbar glücklich gestalten. Und warum leben Berg Völker alle ähnlich und sehen auch ähnlich aus (außer Österreicher). Das gilt es zu erkunden.Ich war Anfang April zu Beginn der Vorsaison da, etwas zu früh. Viele Ausflüge sind noch nicht realisierbar, wegen Wetter oder mangels Teilnehmer. Ich komme eines Sommers wieder. Vielleicht.

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Kloster Thiksey: dem Himmel so nah

Ich habe die Fahrt im Bürgerbus inklusive umsteigen bewältigt (stolz) und der Busfahrer hat mich überraschenderweise nahe des Klosters rausgelassen. Muss mein Glückstag sein.

Kloster Thiksey

Im Kloster Thisksey tun sich immer wieder neue Räume auf, rund 10 Tempel gibt es. Einer mit riesiger goldener Buddha-Statue. Die Mönche (oder sogar Buddha persönlich) hatten mir da extra Süssigkeiten als Stärkung hingelegt. Auf diesem Weg nochmal Danke für den Snickers-Verschnitt.

In Ladakh sind viele Klöster am und auf dem Berg platziert und integrieren sich wunderbar in die Landschaft. Was auffällt: Man kann so ziemlich bei jedem Kloster wirklich bis ganz oben auf das Dach klettern. Weil man da dem Himmel näher ist?

Mönche sieht man weniger, ab und an huscht mal einer im roten Gewand hin und her. Und einer hängt Wäsche auf – wie schön irdisch.



Gott sei Dank, Buddha an Bord

Auf geht’s zum See Pangong. Berühmt geworden durch einen Bollywood Film „3 Idiots“ und teils zu China gehörig.

Es ist ein strahlender Tag, um 6 geht’s los, rein ins militärische Sperrgebiet. Hierzu müsste man tagszuvor eine Extra-Erlaubnis beantragen, natürlich kostenpflichtig. Und nun rauf in die Berge. Am Pass schon recht weit oben angekommen, ist die Fahrt beendet.

Meine Weggefährten

2 Männer im Schnee – inspizieren die Verhältnisse nach der Kurve

Schneeverwehungen auf der megaengen Straße. Wir warten auf Hilfe, 2 steckengebliebene Autos kommen zurück. Wir müssen zurückkehren. Rückwärts fahrend die Passstrasse, hätte ich meine Beifahrertür aufgemacht, wäre ich direkt hunderte Meter hinabgestürzt. Doch der Fahrer war begabt.

Leh: Königliche Aussichten

Nun bin ich also in der Hochwüste des Himalaya gelandet, in der Stadt Leh im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir. Soweit die Koordinaten. Lakdath war einmal ein Königreich, der Jahrhunderte alte Palast zeugt davon, Spache ist Lakdathi. Der Palast ist etwas karg, wie das Leben hier. Obendrüber liegt ein Kloster. Man hat eine tolle Aussicht über „Klein-Tibet“.

In Leh starten viele Trekkingtouren, später im Jahr, es ist touristisch aber irgendwie auch wiederum total altertümlich. Das Brot wird in Löchern gebacken und das Wasser am Brunnen geholt. Alles in allem sehr faszinierend, auch das Menschengewirr offenbar unterschiedlichster Abstammungen. Waren doch die Herrscher von Persien, Kaschmir, Tibet hier im Laufe der Jahrhunderte. Nur die Hunde sehen fast alle gleich aus wie auf dem Bild.

Die Region ist buddhistisch geprägt, es gibt unzählige Klöster und viele rotbemantelte Mönche, aber in Leh werden ebenso die anderen Regionen gelebt. Die Umgebung ist ein Traum, die Hochebene ist vom Hochgebirge umrahmt: wohin man schaut, pure Schönheit. Die Gebetsfahnen haben es mir beim Fotografieren etwas angetan.

Leh: Der Buddha wartet

Auf geht’s nach Leh, Ladakh, im nordindischen Bundesstaat Jammu und Kashmir. Hatte ich auf einem Foto gesehen und dann war eigentlich klar, dass ich da hin will. Die Flugreise von Delhi ist schon mal atemberaubend mit den Gipfeln des Himalaya. Die Landung auch etwas Atem raubend, man fliegt doch recht nahe an und über den Bergen. Außerdem setzte nach einer Weile die 3500 Meter doch ganz schön zu. Ein Kopf wie nach einer durchzechten Nacht.

Neben dem Buddha wartet allerdings auch Kälte und ein einfaches Leben. Der Blick vom Balkon auf die Bergkette entschädigt ebenso wie die unglaublich freundlichen Menschen. Sie scheinen wohl sehr in sich zu wohnen. „Julley“ heißt das Zauberwort für Hallo, Wie geht’s, auf Wiedersehen, irgendwie alles.