Zukunftsarena: Handball ja, Kaffee nein

Da kann ich gleich weitermachen, wo ich gestern aufhörte: Auch beim Handball gibt es den wunderbaren Job des Schweißaufwischers. Diese humanoiden Wischmopps faszinieren mich weiterhin sowie der gute  Auftritt der Deutschen gegen Polen in der „Zukunftsarena“. Der deutsche Grantler neben mir ergeht sich in seinen „Schei…“-Ausrufen bei misslungenen und Schiedsrichter-Aktionen, ich suche mir neue Freunde. Was den Deutschen auf jeden Fall fehlt, das ist ein Handballlied. Vielleicht können meine Musikerfreund ja mal einen Schlachtgesang komponieren? Das bisherige Repertoire ist jämmerlich. So wie der Service in den Sportstätten. Da möchte man sich durchaus mal vom dritten Balkon stürzen.

Arena del Futuro, übrigens gegenüber dem Schwimmstadion

Arena del Futuro, übrigens gegenüber dem Schwimmstadion

Vorspiel war Frankreich-Kathar!

Vorspiel war Frankreich-Kathar!

Kaffee? -Gibt’s heute nicht. -Warum läuft dann gerade einer an mir vorbei und warum steht da eine Kaffeemaschine? -Ja, gibt’s vielleicht doch. Dann wird man 400 Meter zwischen Ständen hin und hergeschickt. Und dort wo’s Kaffee gäbe, gilt Dein Bon nicht, der durch das Sch…-Visa-Monopol auch nicht einfach zu erwerben ist. Der Bon wurde zwar nur 10 Metern entfernt gekauft, aber ist für einen anderen Stand bestimmt. Wahrscheinlich den in 400 Meter Entfernung. Sonst noch einen Wunsch? „Um Gottes Willen, nein!“, lächel ich.

Und „nein“, ich bin kein Grantler, ich kann nur manchmal nicht so lässig sein wie ich möchte. Aber die Sportarenen sind TipTop, warum soll ich mich dann über den Sch…-Service aufregen?

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Wisch-Wisch.

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Auch das Frankreich-Spiel. War nicht so spannende, habe ich mehr Fotos.

Voll auf die Neune

Ingoamericsno Boxen Panorama

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Da fliegen die Schweißtropfen und wackelt die Birne: Im Riocentro, eine Pavillonansammlung, begebe ich mich zum Boxen. Außerdem findet in dem Gebäudekomplex Gewichtheben, Federball und Tischtennis.

Ich lande beim Boxen, das Fliegengewicht steht an. Kerle, die soviel wiegen wie ich mit 10 Jahren. So mager wie die Körper ist die Halle besetzt, vielleicht 1500 Zuschauer, das tut der Stimmung keinen Abbruch. Die Kamerafahrten auf die Leute in den Rundenpausen leisten ihr übriges. Da lassen sich die Brasilianer nicht lumpen, um auf der großen Leinwand ihre mehr oder minder dicken Hintern unter dem Gejohle Kreisen zu lassen.  Wobei sowieso die gut gerundeten Nummerngirls weitaus mehr Applaus abbekommen als die Hungerhaken. Ich esse einen Hot Dog.

Richtig laut -ich meine richtig laut- wird es beim brasilianischen Boxer, der gegen den ein Kopf größeren Russen antritt. Der wird gnadenlos ausgepfiffen, ich schäme ich etwas. Der Russe, ich befürchtete es, gewinnt knapp und buhen macht auch Spaß. Ein Deutscher kämpfte bravourös und scheidet wie die meisten Deutschen dieser Tage aus. Einem Iren namens „Paddy“ ergeht es nicht besser. Seine Familie sitzt vor uns, ihre Stimmen hören sich nach zehn Guiness und drei Schachteln Kippen letzte Nacht an. Er boxt super, aber die lautstarke Unterstützung nutzt knapp nichts. Seine Familie unterstützt ihn beim Frustsaufen sicher gerne.

Der andere Deutsche in der Halle, mein Olympia-Freund, geht im Sitz K.o und verschläft die halbe Veranstaltung. Er zollte dem Lustsaufen der vorangegangen Nacht Tribut. Leider erschien er pennend nie auf der Riesenleinwand, aber er wäre auch bei dem folgenden Geschrei nicht aufgewacht. Schön wars und drei Stunden fliegende Fäuste und Lufthaken sind auch genug. Vielleicht bewerbe ich mich um eben jenen Job, den Pausenschweiß der Boxer in den Ecken aufzuwischen. Erscheint mir irgendwie sehr wichtig und handfest diese Tätigkeit.

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Wo ich bin, sind die Sensationen

… und auf dem Tennis-Centercourt im Hintergrund schlug in diesem Moment Del Podro fast sensationell Djokovic. Unüberhörbar das Gestöhne und Getobe.

ingoamericano Tennis klein

Arbeit, Arbeit, Arbeit

Wie sieht mein Tag aus? Zuletzt so intensiv voller Arbeit, dass ich gar nicht zum richtigen Blog schreiben komme. Ich werde jetzt auch die öfters gestellte Frage beantworten, was ich eigentlich arbeite. Mein Tagesablauf seit gestern:

  • 07:30 aufstehen und bis Mittag für meine deutschen Kunden arbeiten.
  • 12:30 ins Pressezentrum Olympiapark
  • 20.00 Eröffnungsfeier schauen. Bei der deutschen Mannschaft als einziger Jubeln. Mit dem Deutschen Mario, der einen daraufhin ansprach, in den Bus setzen, um Heim zu fahren. Mit den neu kennengelernten Brasilianern aus dem Bus ins Ausgehviertel von Barra.
  • Da war alles noch propper
  • Da war alles noch propperDie letzten von 44 Flaschen 0,7-er Bier

Die letzten von 44 Flaschen 0,7-er Bier

  • Um 4:00 Uhr (morgens) Bus anhalten, Mario fährt ab, ich gehe bzw. fahre nach Hause auf die Insel .  In der Fähre neue Leute kennengelernt und noch ein Bier getrunken. Sie setzen mich in andere Fähre.
  • 4:45 ins Bett.
  • 12:00 Aufstehen.
  • 12:30 dem Weg zur Fähre zufällig die Leute von 4:00 getroffen. Gefrühstückt. Dann zur Arbeit.
  • 20.00 Arbeit fertig
  • 21:15 In der Fähre zufällig meine Vermieterin Roberta mit Freunden getroffen. Pizza essen und Biertrinken bei Forro-Tanz.
  • 00:0 Gott sei Dank sind einige Teilnehmer frühzeitig betrunken. Ich darf ins Bett.
Auf der Insel mit meinen Nachbarn

Auf der Insel mit meinen Nachbarn

Bei so viel Maloche kein Wunder, dass die Zeit knapp ist! A propo Zeit: Meine Arbeitsmittel entsprechen einer kleinen Zeitreise: Ausgedruckte Listen und Kritzel-Zettelchen sind mein Revier. Für Lehrer wie Matritzen pausieren. Ich sitze am Kommunikations-Infotisch und beantworte allerlei Fragen. Wieviele Journalisten arbeiten hier (25.000), wie nachhaltig sind die Bauten , ob das Wasser sauber ist. Außerdem nehme ich die Interviewanfragen an und versuche die zu realisieren. Es ist eigentlich wie auf einer Messe, Journalisten aus aller Welt mit allen persönlichen und kulturellen Eigenarten. Aber die zwei meist gestellten Fragen sind immer gleich: Wo ist das Klo? Und vor allem: Wie komme ich ins Wifi?

 

Fluch oder Segen

Als ich gestern beim Olympischen Fußballspiel den brasilianischen Spieler vor dem Spiel auf den Knien gen Himmel flehen sah – da war klar, das wird nix. Gott hat bessere Dinge zu tun und außerdem könnte der Herr Ballakrobat zum Beten in die römisch-katholische Kathedrale Metropolitana (auch Catedral de São Sebastião do Rio de Janeiro). Die ist mit Fertigstellung Ende der 70-er recht jung und fast so schön wie ein Fußballfeld. Sie ist dem Rio-Stadtpatron San Sebastian geweiht und der Erzbischof von Rio sitzt drinnen. Die Kirche ist einer Maya-Pyramide nachempfunden. Manche sagen auch einem Vulkan, das Gotteshaus spuckt nach Schluss der Messe maximale 20000 stehende Gläubige wieder aus. Den Kirchturm hatten sie wohl vergessen und haben ihn dann nebendran gebaut, das vermute ich. Diese Schusseligkeit merkt man jetzt fast gar nicht.

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Architekt ist Edgar de Oliveira da Fonseca, nicht Niemeyer. Über den Architekten finde ich rein gar keine Info, er hat auch keine Wikipedia-Seite. Ich meine, jeder Realitysoap-Darsteller von RTL2 hat einen Lexikoneintrag! Was ist das für eine verkehrte Welt?

Schmucklos und doch ergreifend wie ein gotischer Dom ist das Bauwerk. Und düster wie eine Geisterbahn. Dabei sind die bunten Fenster 64 Meter hoch und den freibaumelnden Jesus werde ich so schnell nicht vergessen. Krass. Schön. Findet nicht jeder.

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Intellektuelle Vorbereitung auf die Eröffnungsfeier

Vermutlich werden einige von Euch die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele sehen. Einer von drei Kreativdirektoren der Aufführung ist Fernando Meirelles (60). Das ist der Regisseur von „City of God“, diesem in allen Belangen mitreißendem Favela-Drama. Ein sehr kluger Mann und den Film muss Mann/Frau auch gesehen haben. Ich habe mal aus einem Interview, das mir vorliegt, drei Fragen bzw. Antworten übersetzt. Recht wörtlich und nach bestem Gewissen. ich umrahmen das mal mit zwei meiner Rio-Lieblingsbilder. Ich finde, die passen gut zu den Aussagen im Interview.

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Welchen Effekt erhoffen Sie sich von der Eröffnungsfeier?

Meirelles: „Ich hoffe, dass die Eröffnungsfeier wie eine Droge für die Krise in Brasilien wirken wird. Brasilianer können auf die Feier schauen und sagen: Wir sind coole Leute, wir haben verschiedene Ethnien, wir leben zusammen, wir haben nie einen Krieg angefangen, wir sind friedlich, wir wissen, wie man das Leben genießt und wir neigen zur Fröhlichkeit.

Ich bin übrigens auf Hasstiraden vorbereitet –die Leute sagen, die Internetreaktion ist schrecklich.“

Wie wird sich die Feier von vorherigen unterscheiden?

„Die Länder sprechen immer über sich selbst, ihre Rolle in der Welt und warum sie das Zentrum des Universums sind. Wie Athen: die westliche Kultur kam von hier, und Peking: wir haben das Papier und den Kompass erfunden. London: die industrielle Revolution und die Internet-Revolution. Das hat alles den Tenor: „Hallo Welt, das bin ich, ich, ich.“

Wir haben uns entschieden, es andersherum zu machen. Wir sprechen über „uns“, wie wir uns von nun an verhalten sollten, nicht nur Brasilien, die ganze Menschheit. Die anderen Länder haben über ihre Vergangenheit gesprochen, wir sprechen über die Zukunft.“

Das Maracana als Ikone aller Fußballstadien, aber nicht auf derartige Shows ausgelegt, bringt dabei besondere Herausforderungen mit sich, wie der Regisseur erklärt.

„Das Maracana hat ein großes Problem, es gibt keinen Eingang. Es gibt eine Tür, die nicht groß ist, und vier kleine Türen. Wenn also etwas Großes ins Stadion soll, dann geht das nicht. Wir können nichts mit Maschinen machen, deshalb machen wir alles am Boden.

Und dann passiert etwas im Innenraum, das ist beendet und es gilt 3000 Tänzer raus- und 12000 Sportler reinzubringen. Durch die gleiche Tür. Das ist unmöglich. Den ganzen kreativen Prozess über beschäftigte uns, wie wir Leute rein und raus bekommen und den Platz belegen.

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Letzter Halt: Olympiapark

Ich zeige Euch jetzt einfach mal, wo der Olympiapark in Rio ist, im Stadteil Barra der ewig groß ist. Rio ist ja unendlich lang und von Bergen durchbrochen. Von meiner ersten Bleibe in Leblon bis zum Olympiapark brauchte ich ca. 1,5 Stunden. Jetzt wohne ich näher. Weil ich mich aber versehentlich auf einer Insel einquartiert habe, brauche ich immer noch 1,5 Stunden.  Nur, um die Entfernungen einzuschätzen. Am Montag war ich einer der ersten Gäste der neuen U-Bahn und ich wurde gleich wieder vom Fernsehen interviewt. Jetzt geht es von Copacaba/Leblon deutlich schneller nach Barra. Darauf wartete man hier lange, die Busse mussten immer um einen Riesenberg rumfahren.

Karte Olympiapark

Das ist alles nicht so einfach mit dem Bauen, weil auf der einen Seite Meer ist, auf der anderen Seite Berge, alles bewaldet mit Wurzeln und die Korruption wuchert vermutlich ebenso. Zumindest früher. Nun ja, in Barra gabs vor 25 Jahren noch gar nichts, jetzt ist es etwas Boomtown. Von meiner Haltestelle bis zum Olympiapark fährt ein Schnellbus an gefühlten 97 Einkaufszentren vorbei. Dabei fällt mir ein Ami, den sich heute morgen im Bus beschwerte, dass es im Einkaufszentrum hier genauso aussieht wie in den USA und als er im Foodcourt Hamburger gegessen hat, fühlte er sich daheim. Das wäre ja furchtbar, er wollte doch eine andere Kultur und lokales Essen genießen. Als ob er dahin verschleppt wurde. Hohler als mein Zahn, manche Leute.

Ach so, die Olympiastätten. Vom Busterminal Olympiapark aus gesehen. Das ist nicht fertig geworden, wie man sieht. Eigentlich scheint sowieso ein guter Teil der verschönernden Bauvorhaben nicht fertig geworden zu sein, abgesehen von den Sportstätten und dazugehörenden Einrichtungen. Die Innenstadt eine Baustelle, aber das wird schon noch. Also, nach den Spielen.

Blick, wenn ich vom Busterminal runter gehe Richtung Olympiapark

Blick, wenn ich vom Busterminal runter gehe Richtung Olympiapark

 

Gaanz Links: Stadion Wasserspringen, daneben (weiß) Basketball, daneben Velodrom Radfahren, hinter dem Bus Tennis Center Court, gaanz rechts mein Pressecenter-Turm

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Hinter dem Radstadion sind dann noch vier Hallen für Turnen, Ringen, Handball etc

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Das schöne Tennisstadion

Tennis Center Court

Tennis Center Court

 

Pressecenter mit Turm, rechts das flache Fernsehzentrum

Pressecenter mit Turm, flach daneben das Fernsehzentrum; vermutlich kommen da auch ein guter Teil der deutschen Studioübertragungen her

Pressecenter mit Turm, flach daneben das Fernsehzentrum; vermutlich kommen da auch ein guter Teil der deutschen Studioübertragungen her

Ganz in Gelb: Immer perfekt gekleidet

Diese sportlich-frech-elegante Kombination „Olympischer Kanarienvogel“ bringt die Sonne in Ihr Haus und Herz. Die kombi-starke Blousonjacke lässt kugelrunde Bäuche verschwinden und trägt Bohnenstangen auf. Sie passt perfekt über das lässige Shirt mit frechem Zipper, dessen Muster einem fröhlich plappernden Papagei nachempfunden ist. Das olivfarbene Beinkleid schmiegt sich ähnlich einer Schlupfhose jedem Wanst an. Sie macht darüber hinaus ein schlankes Bein, die getarnte Cellulite schiebt es am Hintern wieder raus. Gewagt und doch praktisch: Für mehr Beinfreiheit ist die Hose, edel mit geripptem Saum verarbeitet, zum Bermuda umfunktionierbar. Unendlich praktisch: die am Bund hervorragend eingearbeitete Münztasche. Die bequemen Schuhe im launig-rasanten Grün runden das gelungene Ensemble ab.

Nachhaltigkeit: Nach den Olympischen Spielen werden Sie beim nächsten Kuraufenthalt in dieser jugendlichen Kombi den Speisesaal rocken und Kurschatten locken.

Kein Scherz: Die Kleidung ist super bequem und ich mag die Klamotten. Mit dem Gelb habe ich mich arrangiert.

Kein Scherz: Die Kleidung ist super bequem und ich mag die Klamotten. Mit dem Gelb habe ich mich arrangiert.

 

Das Team Communication

Das Team Communication

Akkreditierungs-Samba

Heute ist der große Tag: Ich verwandel mich ohne Mauser in einen Kanarienvogel. Die Akkreditierung Einkleidung der Olympiauniform steht an. Ich kriege die Anreise mit Bus und Bahn ganz gut hin und stehe orientierungslos am Hauptbahnhof in Rio. Breite namenslose Straßen und Kreisverkehre, mein Geist findet keinen Anhaltspunkt. Ich steige über die Menschen und sehe das Schild Sambadrom. Ach super, da ist die Akkreditierung. Im Sambadrom kann man nichts mit mir anfangen. Ich habe Sambadrom und Sambastadt verwechselt. Es muss also doch ein Taxi herhalten. In der Sambastadt läufts super, fix akkreditiert und Kleidung anprobiert. Die ist gelb-orange und steht gebräunten Brasilianern hervorragend. Westliche Europäer sehen eher aus wie Brie-Käse nach zwei Wochen im Kühlschrank. Dachte ich – nach den ersten Fotos habe ich mich in mich selbst verliebt. Der Selfiestick mein drittes Bein.

Die Cidade do Samba (Sambastadt) sind quasi die Sambagaragen der diversen Schulen. Jede scheint hier eine eigene Halle zu haben, in der die Wagen und prächtigen Karnevalaufbauten gepflegt und entworfen werden. Was davon bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele zum Einsatz kommt, werde ich nicht erfahren. Ich kann nicht zur eingeladenen Generalprobe, weil ich arbeiten muss. Dann müssen halt andere die IOC-Mitglieder doubeln.

Die Uniform gibts dann morgen zu sehen. Man muss sich ja interessant machen.

Mein liebestes Maskotzchen

Auf dieses Foto habe ich in der Rio-Gruppe gut 650 Likes auf Facebook bekommen. Böse Zungen behaupten, das läge an diesen beiden gelben Milbenfängern. Wie der Neid die Menschen gehässig macht! Das gelbe Maskotzchen nennt sich Vicinus und es soll Menschen geben, die kaufen den für 40 Euro im Olympia Mega Superstore. Nun bin ich mit meinen englischen Freunden Tom und Rachel in dieses Merchandising-Paradies an der Copacabana. Natürlich wurde ich gleich wieder für eine Zeitung aus Sao Paulo interviewt. Warum ich nach Rio gekommen bin? Na, wegen dem Superstore natürlich und dem süßen Kuschel-Maskotzchen!

Einer süér als der andere: Ich mit Maskotzchen Vicinus

Einer süßér als der andere: Ich mit Maskotzchen Vicinus

Ich wäre im Laden in fünf Minuten durchgewesen, wenn ich hätte überhaupt was kaufen wollen. England war das leider nicht. Anderthalb Stunden verlorene Lebenszeit in diesem Merchandising-Wahnsinn. Und kaum hatte ich für England bezahlt -die nehmen nur bar und VISA, da Hauptsponsor-  und wir waren aus dem Höllentor ausgetreten drehte sich England auf dem Absatz um und es gering zurück zum Umtauschen.

Ach so: Wem ich etwas mitbringen soll. Gegen eine geringe Servicefee von VB 20 % mache ich das gerne. Wunderschöne nützliche Produkte höchster Güte! Erwähnte ich das bereits? Ihr werdet Sie lieben! Ach was sag ich, ist Olympia: Ich verlange heute nur 25 % Servicefee.

Merch ingoamericano 1 kl