Das WM-Fieber steigt, der (Angst-)Schweiß auch

Als gewissenhafter Bürger und Fußball-Fan bin ich gerade auf dem Weg nach Salvador, um den Bau des deutschen Quartiers zu überwachen. Nicht, dass da etwas stockt, von deutscher Seite her natürlich. Das neue DFB-Trikot kostet hier übrigens 60 Euro. Ich konnte mich noch nicht zum Kauf überwinden, schön ist ja anders. Und am Strand brauche ich das sowieso nicht.

In Brasilia ist man schon auf den Touri-Ansturm vorbereitet, die WM-Schilder stehen an den Straßen. Und auf den riesigen Freiflächen wird sicherlich eine tolle Fan-Meile entstehen. In Manaus, Cuiaba und Curitiba kämpfe die Arbeiter noch. Im Landesinnern sind die Brasilianer übrigens lange nicht so fußballverrückt, wie man in Deutschland glaubt. In Manaus musste ich denen erklären, wer in ihrer Stadt spielt. Das scheint sich schon eher auf die Küstenstädte zu konzentrieren. Ein wenig vorab gebetet und gezündelt für viele WM-Erfolge habe ich bereits, in der Kirche Dom Bosco von 1970. Ein wirklich bewegender Raum mit riesigen blauen Glasfenstern in Brasilia.

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Money, money, money, Santa Elena, Venezuela

 

Amazonas: Der Wassergott belohnt (Teil 3)

Da fährt man da so rum auf dem Wasser und die Amazonasdelfine hopsen um einen rum und man selbst ist beim Piranha-Angeln. Die haben wirklich Zähne und ich habe immerhin einen (in Zahlen 1) Fisch gefangen. Da ich ihn nicht esse, entließ ich ihn wieder in Freiheit.  Unser Tourguide Billy beißt denen einmal in den Kopf und die Fische sind hops. Wie Dracula, faszinierend. Auch den rosa Delphin gibt’s wirklich. Allerdings habe ich ihn nur einmal springen sehen. Sollte er der einzige sein, dann war’s das wohl mit der Gattung, Die Farbe kommt wohl davon, dass die einen Fisch mit hohem Carotingehalt fressen. Ich erzählte Billy dann, dass bei uns die Sparkassenangestellte auch mal ganz orange von den Carotin-Bräunungstabletten wurde. Hat er aber nicht verstanden. Abends stand das Kaiman- Fangen auf dem Plan. Bei mega-tollstem Sternenhimmel durch Schilf paddeln, das Froschgequake und Insektengefiepe – das ist schon eine tolle Atmosphäre. Es dauerte ewig, dann fing Führer Billy doch noch einen. Mission geglückt, und den kleinen Kroko-Freund sahen wir tagsüber auch mit zwei bis drei Metern Länge.

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Amazonas: Es kann der frömmste Nachbar nicht in Frieden leben… (Teil 2)

…wenn bei ihm die Touris vorbeigeschickt werden. So stand unser „Besuch bei Einheimischen“ auf dem Plan. Die leben am Fluss und waren von der Zivilisation völlig unberührt. Sie sahen mit uns das erste Mal Weiße. Deshalb schossen sie gleich ein paar Fotos von uns mit dem iPad. Ich machte keine Bilder, weil sie nicht wie echte Indianer aussahen. Nicht einmal Federn hatten die. Dann mussten wir zu ihrem Kunsthandwerkmarkt. Der war so groß wie ein Kinderkaufladen und bot ein paar Armbänder und Ketten. Für die viele Zeit, die die Frau dort hat, hätte die Auswahl größer sein können. Ich stellte in Aussicht, von der kommenden Herbstkollektion etwas zu kaufen. Wir haben uns auch die Landwirtschaft mit u.a. Kaffee, Mango, Brazilian Nut und andere Gewächse angeschaut und zudem gelernt, wie Maniokpulver produziert wird. Außerdem die Früchte gekostet und das war alles in allem interessant und lecker.

Amazonas: Der Wettergott droht (Teil 1)

Ist man in Manaus und macht keinen Dschungel-Trip, wird man hinterher wieder so komisch angeschaut. Also machte ich mich auf in die Dschungel-Lodge am Rio Masarilu. Auto, Boot, Auto, Boot, Boot, so war die angenehme Reisefolge. Herausragend der Trip mit dem Schnellboot über eine Art glatte Wasserautobahn mit in die Kurve legen. Die Lodge dem günstigen Preis angemessen, ging es dann gleich zum begutachten des Amazonasgefieders. Das Boot war leise wie eine Stalinorgel und schon aus 100 Meter Entfernung flogen sogar die toten Vögel in Scharen davon. War aber alles hübsch anzusehen. Absolutes Highlight und angenehm unheimlich war dann das Gewitter, das uns bei starkem Regen, Blitz und Donner über den Fluss heimwärts trieb. Strom gab’s in der Lodge auch nicht, aber wir wollten ja fernab der Zivilisation sein. Die gastgebende Lodge-Familie, in völlig unklaren Verhältnissen lebend, schlug sich am immer gleichen Buffetstets als erstes ihre runden Bäuchen voll. Die Mutter war allerdings schwanger, muss man fairerweise sagen. Denn zu Essen gab es wie üblich Reis, Bohnen, Spaghetti, dazu Hühnchenreste und Fisch.

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