Mit’m Radl da in Bogota, Kolumbien

 

Das vulkanische Topmodel, Vulkan Osorno, Chile

 

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Hier ein paar Bilder aus Orsorno. Die milchverarbeitende Industrie und ihr Symbol, der Brüllaffe, äh die Kuh, sind hier ein großes Ding.

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Über die Anden

Wie schnell man doch vom Atlantik (fast) am Pazifik ist! In einem 24 Stunden-Busritt geht es über die argentinische Berg-und Touri-Hochburg Bariloche und den Andenpass Cardenal Samoré –wie immer mit wunderschöner Landschaft, aber ich saß auf der falschen Seite- ins chilenische Osorno. Die vermutlich sauberste Stadt Südamerikas. Vielleicht gefiel deshalb meine Schmutzwäsche den Grenzpolizisten und Hunden weniger und ich dürfte nach halbem Auspacken meinen Rucksack wieder zusammenpacken. In Osorno ging es natürlich mit Patricio gleich auf die nächtliche Piste, um am nächsten Tag am Seestrand in Entre Lagos am Lago Puyehue zu entspannen. Die  „Region de los Lagos“ ist entsprechend wässrig, aber auch vulkanreich.

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Die Pingoinos

Das hatte ich so nicht erwartet. Ich dachte, da stehen eine Menge Pinguine rum. Aber auf Punta Tombo betritt man eine richtige Pinguin-Welt. 700000 Magellan-Pinguine stolpern rum und kümmern sich aktuell um ihre wachsenden Kinder. Vater und Mutter immer abwechselnd, die Familienministerin –außer die bayerische- wäre hochzufrieden mit dem Sozialverhalten. Pinguine sind einfach putzig und nur auf der Südhalbkugel vertreten. Wieder was gelernt, also treffen sie vermutlich nie Eisbären? Das muss ich noch verifizieren. Die Magellans sind eine von 17 Pinguinarten und so 45 Zentimeter groß. Sie kommen im September aus den wärmeren Gewässern wieder hier in Patagonien an, legen im Oktober ihre Eier und jetzt watschelt der kleine Nachwuchs da rum. Und ich auch.

Schön wie eh und jeh

Nicht nur der fotogene Puerto Madero hat sich in den letzten zwei Jahren vergrößert, generell hat sich in Buenos Aires einiges getan. Die Riesenstraße des 9. Juli wurde aufgemöbelt mit Metro-Bus. Siehe da, es sieht fantastisch aus. Manches bleibt auch gleich, die Märkte sind immer noch ein Traum und auf einer 5-Stationen U-Bahnfahrt legen einem 5 Verkäufer etwas auf den Schoß. Bezeichnend das neue Bussystem. Früher ein Kleingelddrama, gibt es jetzt die elektronische Karte. Der Argentinier muss allerdings immer (mindestens) einen verkomplizierenden Schritt einbauen. Deshalb gibt der Busfahrer jetzt die vom Fahrgast zu nennende Zielstation in ein Gerät ein – welches oft nicht funktioniert. Schneller geht also nichts. Die U-Bahn feiert übrigens 100 Jahre Geburtstag, der alte Glanz schimmert. Ansonsten ist die Lage hier schwer einzuschätzen. Fast habe ich den Eindruck, man muss über weniger Obdachlose steigen. Ich bin aber trotzdem nicht überzeugt, dass es allen besser geht. Größtes Krisenanzeichen: Kein Vertrauen in die eigene Wirtschaft und Währung. Man kann Problemlos mit brasilianischem Real bezahlen statt Peso (oder natürlich Dollar und Euro).

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Lass es regnen, Paulo

Kaum in Sao Paulo angekommen, musste ich gleich ein TV-Interview geben. Da hatten mich die Paparazzi wieder mal erwischt, es ging irgendwie um Hotels und Fußball-WM. Der Fernsehmann sagte, ich war großartig. Was soll er sonst auch sagen? In Sao Paulo ist alles irgendwie anders als bisher. Das fängt an bei den beschrifteten Bushaltestellen. Neulich hielt sogar ein Auto am Zebrastreifen. Hier gibt es wirklich Menschen die denen in den Telenovelas ähnlich sehen. Badeschlappen und Shorts sind out, man macht sich ein wenig schick und  läuft mindestens 1 Stundenkilometer schneller. Und entgegen ihrem Ruf sind die Leute wahnsinnig freundlich und scheinen sich echt zu freuen, wenn man ihre Stadt besucht.

Sehr schön fand ich das Begrüßungsritual vom Heiligen Paul für mich. Er ließ es monsunartig und unaufhörlich regnen. Deshalb konnte ich leider nicht auf die Aussichtsplattform des Edificio Martinelli. So wechselte ich stündlich die Kleidung, stellte mich mit Seife raus auf die Straße und hatte in einem halben Tag meine ganze Wäsche gewaschen. Außerdem war in der Stadt wohl gerade der nationale Kongress der Obdachlosen. Die Plätze und  Parks in der Innenstadt sind quasi nicht zu besuchen, Penner und Polizei besetzen sie bereits. Etwas groß und voll ist es hier schon, aber ich würde jederzeit wiederkommen.

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