Sie sind nun mal eine DER Attraktionen in Südamerika: Die Wasserfälle von Iguazu, an denen Argentinien den größeren und Brasilien den kleineren Teil hat. Mit angeblich jährlich 7 Millionen Besuchern, jetzt war ich auch einer davon. Ein glücklicher übrigens. Gut zweieinhalb Kilometer breit, bis zu 890 Meter stürzt sich der Fluss Iguazu in die Tiefe. Die Wassermassen, die unglaubliche Wucht, die Geräuschkulisse und das ganze inmitten der grünen Wälder, sind schon eine Show sondergleichen. Und zwischendurch die Fahrt im Speedboot – die allerdings auch recht speedy vorüber ist. Naja, wenn schon Tourist, dann nimmt man das doch auch mit.
Cordoba, keine Schande weit und breit
In Cordoba wäre ich gerne noch etwas länger geblieben. Auch wenn die Stadt historisch nicht so ergiebig ist wie gedacht, wurde wie in Buenos Aires Anfang des 20. Jahrhunderts alles platt gemacht. Aber hatte Spaß, es ist was los. Und Kunstmuseen und Parks, das können sie ja, die Argentinier. Zur Einstimmung auf die Jesuiten in Misiones besuchte ich schon mal eine der alten Estanzien, in Alta Gracia von 1659. Die wurde von schwarzen Sklaven und Indianern gebaut, War das nicht nett von denen? Danach sind die Völker wohl weitergezogen, auf jeden Fall heute nicht mehr da. Kleiner Indio-Schabernack: Ein paar Engelsgesichter haben Indiozüge.
(Schwager Christian, Danke für die Headline;-)
Che: das Foto
Das Foto von Che Guevara kennt jeder: Der kubanische Fotograf Alberto Diaz Gutiérrez hat es am 5. März 1960 unter dem Pseudonym Alberto Kordo aufgenommen. Bei der Bestattung von 136 (Revolutions-)Kubanern, die bei der Explosion des Tankers „La Coubre“ in Havanna ums Leben kamen. Laut Gerüchten hatte der CIA beim Unglück seine Hände im Spiel. Am Foto verdient hat der Fotograf vermutlich nichts, erst Jahre später veröffentlichte es ein italienischer Verleger, der wohl auch die Rechte kaufte. 2000 gab’s etwas Geld von Smirnoff-Wodka. Warum ich das schreibe? Weil ich im Kindheitshaus von Che Guevara war, in Alta Gracia bei Cordoba. Ein Foto-Biographie-Museum, sehr lehrreich und sicherlich von den Kommunisten gesponsert. War doch der größte Moment des Hauses der Besuch von F. Castro und Chavez im Jahr 2006.
Bahnfahrt Talca nach Constitution, Chile
Plus: die Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“ in Santiago de Chile im Modemuseum (Sonderausstellung, nicht immer dort zu bewundern).