In der Gruppe ist alles eitel Sonnenschein, aber Regen gibt es zu Hauf. Vor allem nachts und morgens, was sehr nass bis ziemlich mystisch ist. Während des steilen Aufstiegs auf den „Castelo“, der Berg soll wohl an eine Burg oder Schloss erinnern, bin ich randvoll mit Hass und Flüchen. Oben an der Höhle angekommen relativ glücklich. Mit Aussicht statt Nebelwand wäre es allerdings besser – wozu geht man sonst den Scheiß-Berg hoch? Dann laufen wir ein Stück weiter, wir krabbeln über Stock und Stein, und es kommt DIE sonnige Aussicht über das Vale (Tal) de Pati. Am Schluss wird das Gröbste des Mega-Drecks auf den Kleidern ganz waschfrauenmäßig am Fluss gereinigt und abends folgt eine Art Mumienschieben mit jüngeren Leuten. Eine „Band“ spielt den recht monotonen Forro mit Gitarre, Quetschkommode und Triangel und man tanzt dazu. Man kann hoppeln wie ein Hase oder Schlurfen wie ein Schlafwandler – die Hauptsache ist, die Tanzpartner reiben sich eng aneinander. Das sorgt für einen schönen abendlichen Höhepunkt und gelingt umso besser unter dem Einfluss von Cachaca-Schnaps (Zuckerrohr).

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