Ver-o-peso – der Star ist der Markt

Belem erinnert mich frappierend an Manaus. Vergangene Pracht, in Ansätzen noch erkennbar. Alles heruntergekommen und auch die Einfallstraßen mit ihren typischen Fußgängerbrücken scheinen vom selben Architekten zu stammen. Belem ist immer noch ein wichtiger Hafen und war im Kautschuk-Boom eben auch reich. 400 Jahre alt in 2016 geworden, stammt der Name Belem übrigens von Bethlehem ab. Vermutlich kommen deshalb viele Gebäude im Baustil dem dortigen Eselsstall sehr nahe.

Um den Neidfaktor klein zu halten: Es hat heute in Belem fast den ganzen Tag geregnet. Richtig geregnet, alles nass bis auf die Unterbuxe. Die letztminütige Investition in die Regenhülle für den kleinen Rucksack hat sich schon gelohnt. Prachtstück in Belem ist der Markt Ver-o-peso mit den blauen Türmen der (Fisch)Markthalle, dort wird entsprechend der Übersetzung „nach dem Gewicht geschaut“. Generell wird alles angeboten, was die Landwirtschaft und der Wald so hergeben. Ein paar Fußballtrikots aus Bangladesch gibt’s auch noch. Das Mittagessen serviert Gisela. Ihr Mann ist abgehauen oder verstorben. Ihre wegwerfende Handgeste in Richtung Himmel konnte ich nicht sicher deuten. Da gibt es doch noch leichte Sprachprobleme. Aber ich versuche mein Portugiesischwissen, Lektion 5-8 VHS München, anzubringen. Gisela kocht zweifelsohne sehr gut, sie wird sicher bald einen neuen Mann finden.

Über dem Markt sind dann auch noch Open Air Bars direkt am Wasser. Fantastische Aussicht. Fußball und Bier sind die Renner dort. Auf die Toilette rennt leider keiner, gepisst wird bestenfalls über das Geländer in den Fluss. Oder auf den Schuh. Das ist einigermaßen ernüchternd und so unschön wie es erniedrigend aussieht. 100 Meter weiter kommt dann übrigens das neue Hafengelände. So eine Art Münchner Schrannenhalle am Pier mit schickeren Restaurants und Bieren. Eine Amazon-Brauerei ist da auch drinnen. Aber gemütlicher und spannender ist‘s schon in Volksnähe.

Willkommen in Amazonien

Wenn man in den Flughafen Belem reinfliegt, ich glaube es heißt korrekter anfliegt, dann ist das schon wahnsinnig beeindruckend von oben. Wasser und Wald im Übermaß. Das Sehvergnügen des brasilianischen Regenwaldes war durchaus hart erkämpft, ein etwas unruhiger Flug. Ich kann jetzt das Vaterunser auf Portugiesisch. Die TAP-Flugesellschaft hat sich gut geschlagen, eines der besten Flugzeugessen, an das ich mich erinnern kann. Warum allerdings gibt es 1 Minibrötchen und 2 große Scheiben Käse und 3 Scheiben Wurst? Zum Einpacken? Das sind die Geheimnisse der Flugzeugküche, die ich nie verstehen werde. Zumindest den üblichen Schmierkäse, der überall klebt statt auf dem mageren Brot, habe ich nicht vermisst.

So bin ich in der Hauptstadt des Bundesstaates Para gelandet, Milionenstadt im Norden Brasiliens, das Tor zu Amazonien. Der Amazonas-Steg mit Brauerei ist teilweise herausgeputzt, der Hot-Dog-Verkäufer am Straßenrand putzte sich dagegen lautstark die Nase und versuchte verzweifelt, sein kleines Würstchen heiß zu kriegen. Es gelang mäßig, aber ich hatte Hunger. Die Moral von der Geschicht: Flugzeugessen tut lange vorhalten nicht.

Lesetipp: Original-Amerikanische Reisetagebücher von Alexander von Humboldt im Netz

An der letzten Hütte vor dem Aufstieg ist ein Friedhof aus Kreuzen.

A. v. Humboldt war gut 200 Jahre vorher am Chimborazo, Ecuador: An der letzten Hütte vor dem Aufstieg ist ein Friedhof aus Kreuzen.

Auf den direkten Spuren Alexander von Humboldts. Vielleicht ist es im Detail nur was für Freaks, aber faszinierend auf jeden Fall: Die Humboldt-Universität hat die Amerikanischen Reisetagebücher von Alexander von Humboldt ins Netz gestellt. Also im Original. Darum habe auch ich etwas Probleme mit der Lesbarkeit der Schrift. Das zu Entziffern wird meinen Lebenshorizont übersteigen, aber reinschauen werde ich hier und da in jedem Fall.

Die Tagebücher mit Scans findet Ihr hier:

WERK

1802 versuchte sich Alexander von Humboldt zusammen mit Aimé Bonpland und Carlos Montúfar am Chimborazo in Ecuador. Dem damals vermeintlich höchsten Berg der Welt (bezogen auf den Erdmittelpunkt ist er es auch tatsächlich).  Ich selbst war über 200 Jahre später dort. Der Aufstieg war sehr hart. Also bis zur letzten Zwischenstation. Das Auto kam dabei schon ganz schön ins Stottern. Danach ging’s bergab, mit dem Mountain-Bike. Unvergesslich.

 

 

 

Einen schönen Valentinstag!

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„Wenn ein Mann eine Frau zu seiner Gattin macht, so macht er ihr damit sein größtes Kompliment und gewöhnlich auch sein letztes.“

-südamerikanisches Sprichwort-

 

Willkommen 2017!

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Feliz ano nuevo! Alles Gute, viel Erfolg und schöne Eindrücke Euch allen im nächsten Jahr.

Neue Abenteuer erwarten uns in 2017 – ich habe Pläne und werde berichten 

(Foto zeigt Planetarium, Buenos Aires, war ein toller Abend)

Gewinner

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Gewinner ingoamericanos Adventskalender
Manche haben doppelt gewonnen, andere nie – so ist das eben, la vida 🙂
Gewinner Türchen 20
1x Kalender für Hartmut W.
Gewinner Türchen 21
1x Buch für  Stefan L.
Gewinner Türchen 22
1 x e-book für Sixe S.
Gewinner Türchen 23
1 x Kalender für Miriam S.
Gewinner Türchen 24
1 x Buch für Uta I.
Viel Spaß!

Türchen 24

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Türchen 24:

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Bereit, die Geschenke einzusammeln?

Wer heute das Buch nicht gewinnt, soll es sich bitte einfach kaufen.

1 x Buch „Buenos Días, Südamerika“

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Teilnahmebedingungen unter www.ingoamericano.com

Viel Spaß und viel Erfolg und Frohe Weihnachten!

Türchen 23

rio-angler

Türchen 23:

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Direkt vom heißen Strand der Copacabana

1 x Kalender Rio de Janeiro

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Viel Spaß und viel Erfolg und eine schöne Adventszeit!

Türchen 22

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Frisch vom Markt in Manaus

2 x e-book ingoamericano, „Buenos Días, Südamerika“

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Viel Spaß und viel Erfolg und eine schöne Adventszeit!