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Die Savanne in Guyana ist übrigens auch in Schwarz weiß sehr fotogen:

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Der Guyanische Steppenwolf wäre dann wohl ich, aber den Jaguar soll es geben. Also zu Guyana: Knapp 1 Million Einwohner, ehemals englische Kolonie, aufgrund seiner Geschichte ein Rassengemisch aus Indios, Karibik, Afrika, Indien, etwas China. Europa ist im Süden hier nicht vertreten, vermutlich im Norden rund um die Hauptstadt Georgetown. Sprache Englisch, das sich aber ratternd und aggressiv anhört, eher kein Oxford-Englisch und nicht immer verständlich. Es fällt auf, dass es oft um Geld geht, ständig wechseln Geldbündel den Besitzer. Außerdem ist es sehr laut, Sprache und Musik immer bis zum Lautstärke-Anschlag. Mein bisher einiger Kontakt war ja der Guyaner, der mich vor Jahren im „Hotel“ in Manaus eingesperrt hatte und gegen Geld freiließ. Naja, ich lasse mir gerne das Gegenteil beweisen, die Freundlichkeit der Guyaner. Hier an der Grenze nach Lethem kommen viele Brasilianer zum Einkaufen, es gibt unzählige Geschäfte mit China-Plastikkram und gefälschten Klamotten. Nachdem Brasilianer nun auch nicht gerade die Modekönige sind, wird es für sie recht sein. China-Geschäfte seien in Brasilien verboten, deshalb sei hier alles chinesisch. Also auf den brasilianischen Märkten gabe es Unmengen Fakre-Ware, aber vielleicht sind sie im Norden verboten. Hinter dem Ort sind dann Indigene Gemeinschaften und die Savanne mit ihren Ameisenhügeln, dahinter bewaldete Berge. Sehr schön. Die indigenen, geschützten Gemeinschaften sind wie in Brasilien organisiert: Du kannst dort nicht einfach hinziehen. Um dort zu wohnen, musst Du dort geboren sein, ein Kind von dort lebenden sein oder jemanden von dort heiraten. Die Hausmauern dieser einfachen Häuser hier sind hier mittlerweile meist aus Backstein, das Dach aus Gras oder Schilf. Weniger Fortschritte haben  die Straßen gemacht: auf ein Schlagloch folgt das nächste, reiner Zickzackkurs. Macht nichts: Unser Jeep kolabiert ohnehin beim Ausflug nach Motorüberhitzung.

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3 Gedanken zu “Der Guyanische Steppenwolf

  1. Hallo Ingo, schöne Bilder, unberührte Natur…… Bist Du der einzige Tourist da (ausser einkaufswütigen Brasilanern) oder hat Du noch ein paar andere Abenteurer getroffen? Bis jetzt hast Du doch auch an den einsamsten Orten noch ein paar Freunde gefunden ( oder Leute zum Feiern). Frohe Ostern! Karola

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