„Holi Heil“ rufen Sie immer. Oder so ähnlich. Das kann ich mir als Deutscher doch mal gut merken.

„Bura na maano, Holi Hai!“ heißt es ganz genau (Nimm’s mir icht übel, es ist Holi“). Und dann bekommt oder schmeißt man Farbe. Das Holi-Fest, „das Fest der Farben“, geht auf eine Hindu-Sage zurück. Die Dämonin hieß Holika, und letztlich bedeutet es: das Gute besiegt den Teufel. Auch Streitigkeiten kann man zum Fest beilegen. Wer sich also bei mir entschuldigen möchte, kann es gerne versuchen. Auch das Rauschmittel Bhang aus Hanf ist beliebt. Wenn ich mich recht erinnere. Letztlich ist die Funktion heute ähnlich wie Karneval: bewusst und klassenunabhängig über die Stränge schlagen, um danach befreit in den Alltag gehen zu können.

Ganz ehrlich: Es ging in der Straße nahe dem Hotel – manche würde sie slummäßig nennen – morgens recht schnell zu wie nachts um 2 am Ballermann. So ein romantisches slowmotion Farbepusten wie in der Werbung war es eher nicht. Die (jungen) Männer, die eigentlich keinen Alk trinken, stark angeschlagen.

Am India Gate -dem Triumphbogen in Delhi – ging es dann gesitteter zu. Falls ich das Festival nochmal erlebe, kaufe ich mir eine Karte für ein Holi-Musikfestival. Dort ist wohl mehr Love & Peace als „Prost Du Sack“.

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